Wechsel in die Private Krankenversicherung
Wenn Sie vorhaben, von der gesetzlichen in die Private Krankenversicherung zu wechseln, ist es wichtig, einige Aspekte zu berücksichtigen, die später auf finanzieller Ebene wichtig sein können. Ein Wechsel in die PKV will nämlich gut überlegt sein, denn in der Privaten Krankenversicherung laufen einige Dinge bezüglich der Beitragsbemessung und natürlich auch der Leistungen anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Darüber hinaus ist auch die zeitliche Abfolge der einzelnen Schritte bei einem Wechsel in die Private Krankenversicherung nicht unwichtig, damit Sie am Ende nicht eine Versorgungslücke fürchten müssen.
Bei einem Wechsel in die PKV die Voraussetzungen überprüfen
Bei einem geplanten Wechsel in die Private Krankenversicherung sollten Sie vorher unbedingt überprüfen, ob Sie überhaupt die Voraussetzungen erfüllen, um diesen Wechsel letztendlich auch zu vollziehen. Dabei ist vor allem für Angestellte wichtig, dass mit ihrem Bruttojahreseinkommen in den letzten Jahren oberhalb der jeweiligen Versicherungspflichtgrenze lagen, die im Jahr 2010 bei einem Betrag von 49.950 Euro festgelegt wurde. Studenten, Beamte und auch Selbständige können hingegen unabhängig vom eigenen Einkommen einen Wechsel in die PKV vornehmen, sollten jedoch ebenfalls prüfen, ob sich ein solcher auch wirklich lohnt.
Ein später Wechsel in die Private Krankenversicherung sollte gut überlegt werden
Da bei einem Wechsel in die PKV normalerweise eine Gesundheitsprüfung vorgenommen wird, sollten Sie vorher selbst überlegen, welche chronischen Leiden Sie plagen, da diese entweder die Prämie in die Höhe treiben oder sogar zu Leistungsausschlüssen führen können. Darüber hinaus ist natürlich auch das Eintrittsalter ein entscheidender Faktor für die Höhe der Prämie bei einem Wechsel in die Private Krankenversicherung. Wenn Sie sich also erst mit über 30 Jahren für einen solchen Wechsel entscheiden, wird dies mit höheren Kosten verbunden sein, als wenn eine Person mit 20 Jahren in die Private Krankenversicherung wechselt.
Der Wechsel in die PKV sollte gut organisiert werden
Ein weiterer wichtiger Punkt beim Wechsel in die Private Krankenversicherung besteht darin, dass zunächst ein neuer Anbieter gefunden werden muss, bevor bei der alten Krankenversicherung die Kündigung eingereicht wird. Dies ist wichtig, um eine Versorgungslücke zu vermeiden, die ansonsten unter Umständen entstehen könnte. Die Kündigungsfrist bei einer gesetzlichen Krankenkasse läuft im Normalfall bis zum Ende des jeweils übernächsten Monat, was ebenfalls bedacht werden sollte, wenn ein Wechsel in die PKV geplant ist. Wie Sie sehen, gibt es bei einem solchen Wechsel einiges zu bedenken, jedoch kann es sich unter dem Strich auch wirklich lohnen, zukünftig in der PKV versichert zu sein.